geboren. 20. Juni 1941, verstorben 15. Juni 2025
Univ.-Prof. Dr. Hansjörg Schmoller wurde in Seewalchen am Attersee geboren, hat 1960 an der bischöflichen Lehrerbildungsanstalt in Linz maturiert und promovierte 1967 an der Universität Wien zum Doktor der gesamten Heilkunde.
Bis 1969 absolvierte Prof. Schmoller die Turnusausbildung im LKH Vöcklabruck und wechselte anschließend an das Röntgendiagnostische Zentralinstitut des LKH Salzburg. 1974 schloss er die Ausbildung zum Facharzt für Röntgenologie ab, erhielt 1976 eine Auszeichnung der Salzburger Ärztegesellschaft für seine Leistungen in der Medizin, wurde 1981 als Landesbeamter zum Fachoberarzt und 1984 zum Oberarzt am Röntgendiagnostischen Zentralinstitut ernannt.
Bereits während der Zeit als Assistenzarzt und später als Facharzt war Prof. Schmoller wissenschaftlich sehr aktiv und hat sich dabei intensiv mit der zu dieser Zeit neu aufgekommenen Sonographie beschäftigt.1979 wurde ihm die Lehrbefugnis als Universitätsdozent an der medizinischen Fakultät der Universität Wien für das Fach Radiologie verliehen.
1985 wurde Prof. Schmoller durch den Bundespräsidenten zum außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt. 1986 erfolgte die Ernennung zum Primararzt und Vorstand des Röntgendiagnostischen Zentralinstituts des Sankt Johanns Spitals (LKH Salzburg). 1999 wurde er zudem zum Leiter des Zentralbereiches Medizin bestellt. 2006 erhielt er den Berufstitel Universitätsprofessor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Am 31.12.2006 erfolgte die Emeritierung und Pensionierung.
Von 1986 bis 2007 war Prof. Schmoller Mitglied im Sonographieausschuss der Ärztekammer Salzburg, war ab 1998 allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Gutachter und unterhielt von 1981 bis 2006 eine Privatordination in Salzburg.
Prof. Schmoller war bis zuletzt Mitglied der österreichischen Röntgengesellschaft und außerdem in weiteren Fachgesellschaften (unter anderem in der van-Swieten Gesellschaft) aktiv tätig.
Als Primararzt und Vorstand des Röntgendiagnostischen Zentralinstituts bzw. ab 2004 Universitätsinstituts für Radiologie hat Prof. Schmoller das Institut grundlegend neugestaltet und erweitert. 1987 wurde das CT erneuert, 1989 das damals noch interdisziplinär geführte MRT installiert, 1990 die Angiographie etabliert und 1992 neuere sonographische Techniken wie die Farbdopplersonographie eingeführt. Zudem wurde das 2. CT Gerät in der Chirurgie West primär als Notfallgerät neben dem Schockraum installiert.
1991 wurde der Sonderauftrag für pädiatrische Radiologie ins Leben gerufen, womit eine Grundlage für ein international anerkanntes Zentrum für Kinderradiologie geschaffen wurde.
Prof. Schmoller war auch über seine Pensionierung hinaus stets mit dem Universitätsinstitut für Radiologie verbunden, hat an vielen Fortbildungsveranstaltungen des Instituts teilgenommen und war immer bei allen Institutsfeiern ein überaus gerne gesehener Gast und ist bis zuletzt dem Universitätsinstitut beratend zur Seite gestanden.
Gemeinsam mit seiner Frau Christiana hat Prof. Schmoller 3 Kinder großgezogen und hat sich immer sehr um seine Familie gekümmert. Als begeisterter Jäger war er besonders naturverbunden und ein bedeutendes Mitglied der Jagdgesellschaft am Attersee. Seine Einstellung war immer: „nicht andere entscheiden, wann ich mich ärgere, sondern ich selbst“ und „ich habe immer das gemacht, was mir Spaß gemacht hat“.
Wir werden Prof. Schmoller stets in ehrender und dankbarer Erinnerung bewahren
Prim. Univ.- Prof. Dr. Klaus Hergan
Vorstand des Universitätsinstituts für Radiologie
Universitätsklinikum Salzburger Landeskliniken
Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg
Univ.-Prof. Dr. Hansjörg Schmoller und Prim. Univ.- Prof. Dr. Klaus Hergan
