Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die letzten Wochen waren geprägt von einigen Entwicklungen, die mehr oder weniger große, jedenfalls aber positive, Auswirkungen auf unser Fach haben werden/können.

Zum Ersten nehmen nun manche Initiativen zur Vorsorgemedizin an Fahrt auf. So befindet sich die sehr intensive Vorbereitung auf ein geplantes Prostatakarzinomscreening-Programm, gemeinsam mit den Österr. Gesellschaften für Urologie, Allgemeinmedizin, Pathologie und Labormedizin, in der Endabstimmung und soll voraussichtlich im September dieses Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wie im parallel dazu verlaufenden Projekt zum Lungenkarzinomscreening, gemeinsam mit den Österr. Gesellschaften für Pneumologie und Thoraxchirurgie, nehmen dabei bildgebende Verfahren (MRT und CT) eine zentrale Rolle ein. Mit dem bereits seit Jahren bestehenden Quality Assurance-Zertifikat für qualitätsgesicherte (und damit vergleichbare) MR-Untersuchungen der Prostata und einer möglichst standardisierten radiologischen Befunderstellung hat die Arbeitsgruppe für urogenitale Radiologie bereits Vorleistungen erbracht, die für einige, in diesem Screening Programm involvierte, Sonderfächer als Vorbild dienen.

Zum Zweiten kommen auch die Initiativen der ÖRG-Arbeitsgruppe Junge Radiologie deutlich in Fahrt. In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand der DRG beim österr.-bayerischen Röntgenkongress 2025 und in einer Nachfolgekonferenz beim ECR 2026 haben die beiden Fachgesellschaften die Gründung eines Austauschprogramms und Observership für junge Radiologinnen und Radiologen festgelegt. Die ÖRG mit der Arbeitsgruppe Junge Radiologie und die DRG mit dem Forum Junge Radiologie sind derzeit mit der Ausarbeitung der letzten organisatorischen Punkte beschäftigt, um dieses Observership an ausgewählten Zentren in Österreich und Deutschland im Herbst 2026 unserer jungen Community vorstellen zu können. Eine kurze Information dazu ist im Artikel „AG Junge Radiologie“ in dieser Ausgabe der ÖRG News nachzulesen.

Zum Dritten will sich der Vorstand der ÖRG verstärkt der wissenschaftlichen Forschung in technischen Zukunftsbereichen der Radiologie widmen und hat zu diesem Zweck den Alfred-Stadler-Forschungspreis ins Leben gerufen. Der Preis hat das Ziel, herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet technologischer Innovationen in Radiologie und Computerwissenschaften/KI zu prämieren und damit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Alternierend mit dem Robert-Kienböck-Preis wird der neue Preis alle 2 Jahre vergeben und wird erstmalig bereits heuer (!) ausgelobt. Beide Preise sind mit je 5.000.- dotiert. Eine detaillierte Beschreibung des Alfred-Stadler Forschungspreises ist in dieser Ausgabe der ÖRG-News enthalten. Jedenfalls ist zu bemerken, dass Bewerbungen ab sofort möglich sind und sich die Einreichfrist bis 30. Juni 2026 erstreckt. Der/die Preisträger/in wird bei der Jahreshauptversammlung am 02. Oktober im Rahmen des diesjährigen Österreichischen Röntgenkongresses prämiert!

Mit einer Erinnerung an die Termine des Österr. Röntgenkongresses (01.-03.10. in Salzburg) und der Nachwuchsakademie (07.-11.09. in Wien) darf ich Ihnen weiterhin alles Gute und viel Glück wünschen.

Ihr
Martin Uggowitzer

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