STATUTEN

Statuten

STATUTEN DER ÖSTERREICHISCHEN RÖNTGENGESELLSCHAFT, GESELLSCHAFT FÜR MEDIZINISCHE RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN (Austrian Society for Radiology And Nuclear Medicine)

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in den Vereinsstatuten überwiegend die männliche Form verwendet. Sie gilt sinngemäß selbstverständlich auch in der weiblichen Form.

§ 1. Name

Die Gesellschaft führt den Namen Österreichische Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin (abgekürzt ÖRG). Sie hat ihren Sitz in Wien.

§ 2. Ziele

a) Förderung und Vervollkommnung der medizinischen Radiologie.
b) Förderung und Festigung der Beziehungen der medizinischen Radiologie zu allen verwandten Disziplinen und Grenzgebieten.
c) Festigung der Erweiterung des freundschaftlichen Verhältnisses unter den österreichischen Radiologen im Interesse des wissenschaftlichen Fortschrittes.
d) Förderung des gegenseitigen Gedankenaustausches zwischen den Vertretern der medizinischen Radiologie einerseits und den Vertretern der physikalisch-technischen Fachgebiete andererseits.
e) Festigung und Erweiterung der internationalen Beziehungen auf dem Gebiete der medizinischen Radiologie.
f) Ausrichtung der Facharztprüfung in Kooperation mit der Bundesfachgruppe Radiologie der ÖÄK.
g) Vorsorge für Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Personen, die in der medizinischen Radiologie tätig sind, sowie für die Erhaltung eines gleichmäßigen und hohen Standes der Kenntnisse dieses Personenkreises.
h) Abhaltung, Organisation und Unterstützung von Veranstaltungen, die der Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Personen, die in der medizinischen Radiologie tätig sind, dienen 
i) Beratung von Behörden und Erstattung von Referaten in Fragen, welche die medizinische Radiologie betreffen, insbesondere auch die Angelegenheiten der Betriebssicherheit und des Schutzes der Gesundheit.
j) Unterstützung und Beratung der wirtschaftlichen Standeskörper der in der medizinischen Radiologie tätigen Personen und anderer ärztlicher Organisationen.

§ 3. Tätigkeit
Die Verwirklichung dieser Ziele wird durch Vorträge und Diskussionen sowie durch Veranstaltung eigener Tagungen angestrebt, ferner durch die Veröffentlichung von wissenschaftlicher Arbeiten in einer eigenen Zeitschrift, oder im Rahmen einer anderen medizinischen Zeitschrift, durch Teilnahme an ausländischen Kongressen, schließlich durch Erstattung von Referaten und Gutachten für die in § 2 unter h) und i) genannten Stellen.

§ 4. Sektionen und Arbeitsgruppen
Sektionen:
Bei entsprechender Zahl von Mitgliedern sollen in den Bundesländern Sektionen gebildet werden, wobei sich auch die Mitglieder mehrerer Bundesländer zu einer Sektion zusammenschließen können. Die Zuordnung eines Mitgliedes der ÖRG zu einer Bundesländersektion erfolgt nach dem Ort der überwiegenden ärztlichen Tätigkeit. Jedes ÖRG-Mitglied ist daher einer Bundesländersektion zugeordnet, sofern die ärztliche Tätigkeit in Österreich ausgeübt wird. Eine Mitgliedschaft in mehreren Bundesländersektionen ist nicht möglich.

Die Mitglieder der Sektionen wählen mit einfacher Mehrheit einen Leiter und einen Stellvertreter. Die Funktionsperiode der Leiter und ihrer Stellvertreter ist parallel zu der alle 2 Jahre erfolgenden Wahl des Vorstandes mit 2 Jahren begrenzt, eine Wiederwahl ist möglich.
Die Sektionen geben ihren jeweiligen Sitz und die von ihnen gewählte Leitung dem Vorstand der Österreichischen Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin bekannt. Die Sektionen führen den Namen Sektion der Österreichischen
Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin mit Beifügung des Bundeslandes (der Bundesländer). Sektionen sind zur Erstellung eines Tätigkeitsberichtes im Rahmen der jährlichen Jahreshauptversammlung der ÖRG verpflichtet.

Arbeitsgruppen (AG):
Es werden innerhalb der ÖRG Arbeitsgruppen gebildet, denen speziell an diesen Gebieten interessierte Mitglieder der ÖRG angehören. Eine Aufnahme in eine der Arbeitsgruppen erfolgt über formlosen Antrag an den Leiter der Arbeitsgruppe.

Die Leiter und ihre Stellvertreter werden für eine Dauer von 2 Jahren vom Vorstand der ÖRG bestellt. Die Arbeitsgruppen sind berechtigt, dem Vorstand einen Vorschlag für die Bestellung von Leiter und Stellvertreter vorzulegen. Die AG sollen alle zwei Jahre - sinnvoll im Rahmen des ÖRG-Kongresses oder einer ähnlichen Veranstaltung der ÖRG - eine Arbeitsgruppenversammlung abhalten, in welcher Vorschläge für die Bestellung des AG-Leiters und seines Stellvertreters erstellt werden sollen. Die Arbeitsgruppen geben ihren Vorschlag dem Vorstand der Österreichischen Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin bekannt. Eine Wiederbestellung der Leiter und ihrer Stellvertreter ist möglich.

Aufgaben der Arbeitsgruppen und ihrer Leiter sind:

- Organisation von Prüfern und Beisitzern entsprechend des AG-Inhaltes bei der Facharztprüfung.
- Erstellung und Aktualisierung des Lehrzielkataloges entsprechend dem AG-Inhalt.
- Themenbezogene Ansprechpartner gegenüber interessierten Mitgliedern bzw. den wissenschaftlichen Organisatoren von Fortbildungsveranstaltungen.
- Kontakte mit anderen nationalen und internationalen Gesellschaften.
- Organisation von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fortbildungen, themenbezogene Hilfe in der Gestaltung Öst. Röntgenkongresse oder ähnlicher Veranstaltungen.
- Erstellung eines Tätigkeitsberichtes, welcher im Rahmen der jährlichen Jahreshauptversammlung der ÖRG vorgelegt werden soll.
- Abhaltung einer zumindest alle 2 Jahre stattfindenden Arbeitsgruppenversammlung. Bei mangelndem Interesse oder mangelnder Aktivität können Arbeitsgruppen auf Antrag des Vorstandes der ÖRG aufgelöst werden. Dazu ist eine Mehrheit in der Jahreshauptversammlung notwendig.


§ 5. Mittel
Die Mittel werden durch regelmäßige Beiträge der ordentlichen Mitglieder und finanzielle Zuwendungen fördernder Mitglieder aufgebracht; auch Spenden können einverleibt werden.

§ 6. Mitglieder
Die Gesellschaft besteht aus ordentlichen, fördernden, korrespondierenden und Ehrenmitgliedern.
1) Ordentliche Mitglieder
2) Korrespondierende Mitglieder
3) Fördernde Mitglieder
4) Ehrenmitglieder

§ 7. Ordentliche Mitglieder
Ordentliche Mitglieder der Gesellschaft können Ärzte, Biologen, Tierärzte, Physiker und Techniker des In- und Auslandes werden, die durch den wechselseitigen Austausch ihrer Kenntnisse und Erfahrungen deren angestrebte Ziele zu fördern vermögen. Zur Aufnahme als ordentliches Mitglied ist ein motiviertes schriftliches Ansuchen einzubringen, das von einem ordentlichen Mitglied der Gesellschaft unterstützt sein muss. Der Vorstand vollzieht die Aufnahme oder lehnt sie ab. Im letzteren Fall entscheidet die Jahreshauptversammlung in
geheimer Abstimmung über Aufnahme oder Ablehnung; eine Berufung ist nicht statthaft. Eine Wiederholung des Ansuchens ist nach Ablauf eines Jahres zulässig.

§ 8. Mitgliedsbeitrag
Jedes ordentliche Mitglied verpflichtet sich zur Leistung des von der Jahreshauptversammlung festgesetzten Jahresbeitrages. Der Mitgliedsbeitrag der fördernden Mitglieder wird im Einvernehmen zwischen Vorstand und dem fördernden Mitglied jeweils festgelegt. Wird der Mitgliedsbeitrag nach Ablauf eines Jahres und nach Mahnung nicht entrichtet, so verliert der Schuldner die Mitgliedschaft. Eine allfällige Wiederaufnahme erfolgt unter den gleichen Umständen wie eine Neuaufnahme. Der Jahresbeitrag ist mit Beginn des Kalenderjahres der Gesellschaftskasse abzuführen. Neu gewählte Mitglieder zahlen ihren ersten Beitrag aliquot bezogen auf die Restmonate ihres ersten Mitgliedsjahres bei der Aufnahme. Alle in den Paragraphen 9. und 10. angeführten, nicht ordentlichen Mitglieder sind von der Entrichtung des Mitgliedsbeitrages befreit.

§ 9. Korrespondierende Mitglieder
Verdienstvolle ausländische Radiologinnen und Radiologen und damit assoziierte Grundlagenforscherinnen und -forscher können auf Vorschlag des Präsidiums von der Jahreshauptversammlung zu korrespondierenden Mitgliedern gewählt werden. Diese sind in der Jahreshauptversammlung nicht stimmberechtigt.

§ 10. Fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder
Fördernde Mitglieder sind Personen oder juristische Personen, die die Tätigkeit der Gesellschaft finanziell unterstützen. Diese sind in der Jahreshauptversammlung nicht stimmberechtigt.

Personen, die durch besondere Leistungen auf dem Gebiete der Wissenschaft, insbesondere der medizinischen Strahlenkunde, hervorragen, sowie Personen, welche die Ziele der Österreichischen Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin wesentlich gefördert haben, können auf Vorschlag des Vorstandes von der Jahreshauptversammlung zu Ehrenmitgliedern gewählt werden. Gehen diese aus dem Stande der ordentlichen Mitglieder hervor, so behalten sie ihre Rechte als solche bei.

§ 11. Ehrenpräsident
Die Ehrenpräsidentschaft beinhaltet zugleich die Ehrenmitgliedschaft zur ÖRG. Auf Vorschlag des Vorstandes kann von der Jahreshauptversammlung ein ordentliches Mitglied, das sich sowohl durch hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der medizinischen Radiologie als auch in Belangen der Gesellschaft besondere Verdienste erworben hat, zum Ehrenpräsidenten gewählt werden. Dieser behält die bereits innegehabten Rechte als ordentliches Mitglied bei.

§ 12. Bestätigung der Mitgliedschaft
Die ordentlichen Mitglieder erhalten jährlich nach Entrichtung des Mitgliedsbeitrages eine von dem Präsidenten und dem Sekretär oder  deren Stellvertretern unterfertigte Bestätigung ihrer Mitgliedschaft.

§ 13. Mitgliedsrechte
Die Mitglieder der Gesellschaft haben das Recht, sich je nach dem Inhalt der ihnen zugekommenen Urkunde als ordentliche, korrespondierende, Ehrenmitglieder oder als Ehrenpräsident der Österreichischen Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin zu bezeichnen und an den wissenschaftlichen Verhandlungen teilzunehmen. Es steht den ordentlichen Mitgliedern weiter zu, über Gesellschaftsangelegenheiten vom Vorstand schriftlich genügende Auskunft zu verlangen, Anträge zu stellen und geeignete Personen als Mitglieder vorzuschlagen.

§ 14. Wahlrecht
Nur die ordentlichen Mitglieder, die aus deren Reihen hervorgegangenen Ehrenmitglieder und der Ehrenpräsident haben das aktive und passive Wahlrecht sowie das Stimmrecht in der Österreichischen Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und
Nuklearmedizin und in den Sektionen und Arbeitsgruppen derselben.

§ 15. Austritt
Jedes Mitglied, welches der Gesellschaft bzw. einer Sektion nicht länger angehören will, hat seinen Austritt vor Ablauf des Geschäftsjahres dem Vorstand anzuzeigen. Die Rechte des Austretenden erlöschen mit dem Ablauf jenes Jahres, für welches er seinen letzten Jahresbeitrag gezahlt hat. Die Nichtentrichtung des Mitgliedsbeitrages nach Ablauf eines Jahres trotz Mahnung wird als Austritt gewertet (siehe § 8).

§ 16. Ausschluss
Der Ausschluss eines Mitgliedes kann nur auf Antrag des Vorstandes in einer Jahreshauptversammlung erfolgen. Die Abstimmung ist geheim. Für den Beschluss ist die Zweidrittelmehrheit erforderlich.

§ 17. Vorstand
Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus dem Präsidenten, dem Past-Präsidenten, dem 1. Vizepräsidenten (= Präsident-elect), dem Beauftragten für Aus-, Fort-, und Weiterbildung, dem Beauftragten für internationale Angelegenheiten, dem Sekretär, dem Schriftführer, einem Vertreter der Bundesfachgruppe für Radiologie und dem Kassier. Darüber hinaus ist ein mit dem Verein für Medizinischen Strahlenschutz in Österreich nominierter Vertreter ständig kooptiert. Ebenso ist der Leiter der Arbeitsgruppe „Akademie für Fort- und Weiterbildung“ ständig kooptiert. Der Vorstand kooptiert nach Bedarf weitere beratende Vorstandsmitglieder, die mit Sachaufgaben betraut nach Erfordernis dem Präsidium zu berichten haben.

Kooptierte Vorstandsmitglieder sind antrags-, aber nicht stimmberechtigt.

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Funktionäre anwesend ist und fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Organ zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

- Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen und Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;

- Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
- Vorbereitung und Einberufung der Jahreshauptversammlung;
- Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereingebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;
- Verwaltung des Vereinsvermögens;
- Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins;
- Einrichtung, Auflösung und Definition des Tätigkeitsbereiches der Arbeitsgruppen;
- Bestellung der Arbeitsgruppenleiter und deren Stellvertreter.

Der Präsident leitet die Gesellschaft und vertritt dieselbe nach außen gegenüber dritten Personen. Ausfertigungen und Kundmachungen erfolgen durch den Präsidenten sowie den Sekretär bzw. deren Stellvertreter.

Der Schriftführer führt die Protokolle der Hauptversammlungen und des Vorstandes.

Eine Haftung unentgeltlich tätiger Vorstandsmitglieder gegenüber dem Verein besteht nur im Falle vorsätzlicher Schädigung.

§ 18. Vermögensverwaltung
Der Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung der Gesellschaft verantwortlich. Er wird von der Jahreshauptversammlung entlastet.

§ 19. Zensoren
Von der Jahreshauptversammlung werden zwei Zensoren (Rechnungsprüfer) gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Zensoren dürfen keinem Organ - mit Ausnahme der Generalversammlung - angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist. Den Zensoren obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

§ 20. Wahl der Funktionäre

Die Wahl sämtlicher Vorstandsmitglieder und der Zensoren der Gesellschaft erfolgt in der Jahreshauptversammlung mit Stimmenmehrheit. Ebenso werden die Leiter der Arbeitsgruppen in der Jahreshauptversammlung vom Vorstand bestellt.

Sämtliche Funktionäre werden für einen Zeitraum von 2 Jahren gewählt. Nach Ablauf dieser Periode rückt der erste Vizepräsident (= Präsident-elect) zum Präsidenten auf eine weitere Funktionsperiode von 2 Jahren. Der Präsident gehört nach Ablauf seiner Funktionsperiode von 2 Jahren für weitere 2 Jahre als Past-Präsident dem Vorstand an. Die übrigen Funktionäre sind beliebig wiederwählbar. Jede während einer Funktionsperiode frei gewordene Funktionsstelle ist durch Vorstandsbeschluss zu besetzen. Die Funktion eines so gewählten Funktionärs dauert bis zum Ende der betreffenden Funktionsperiode.

Vorschläge für die Wahl der Mitglieder des Präsidiums sind 4 Wochen vor der Jahreshauptversammlung an die Mitglieder der ÖRG auszusenden.

§ 21. Schiedsgericht
Bei allen Streitigkeiten in Gesellschaftsangelegenheiten entscheidet ein Schiedsgericht. Dieses wird in der Weise zusammengesetzt, dass jeder Streitteil ein Mitglied der Gesellschaft zum Schiedsrichter wählt und der Präsident der Gesellschaft bzw. ein von diesem nominiertes Mitglied des Vorstandes Vorsitzender des Schiedsgerichtes ist. Das Schiedsgericht entscheidet im Rahmen der Satzungen der Gesellschaft nach bestem Wissen und Gewissen und fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Die Entscheidung des Schiedsgerichtes ist endgültig.

§ 22. Sitzungen und Kongresse
Die Österreichische Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin versammelt sich zu wissenschaftlichen und/oder administrativen Sitzungen. Die wissenschaftlichen Versammlungen werden in der Regel von Sektionen und Arbeitsgemeinschaften veranstaltet. Wissenschaftliche Kongresse der Österreichischen Röntgengesellschaft - Gesellschaft für medizinische Radiologie und Nuklearmedizin sollen im Allgemeinen in dreijährigen Intervallen abgehalten werden, Fortbildungstagungen alternativ ebenfalls in dreijährigen Abständen.

Die administrativen Sitzungen werden je nach Bedarf vom Vorstand der Gesellschaft angesetzt. Eine solche Sitzung ist auch abzuhalten, wenn 15 ordentliche Mitglieder dies mit schriftlicher Begründung verlangen. Zu den administrativen Sitzungen haben nur die in § 14 genannten Mitglieder Zutritt.

§ 23. Jahreshauptversammlung
Jährlich ist vom Vorstand die administrative Hauptversammlung der Gesellschaft - die Jahreshauptversammlung - einzuberufen. In derselben wird der Jahresbericht über die Leistungen der Gesellschaft und ihrer Sektionen und Arbeitsgemeinschaften über die herausgegebenen Druckschriften, über Änderungen im Personalstande und über besondere Vorfälle erstattet. Der Hauptversammlung sind insbesondere vorbehalten:

a) Beschlussfassung über den Voranschlag;
b) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Zensoren;
c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer;
d) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;
e) Entlastung des Vorstandes;
f) Festsetzung des Höhe der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder;
g) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
h) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;
i) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

Die Beschlussfassung geschieht mit Ausnahme der in den §§ 16 und 26 vorgesehenen Fälle mit einfacher Stimmenmehrheit.

Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.  Mindestens ein Zehntel der Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Mitgliederversammlung verlangen.

Anträge sind spätestens eine Woche vor der Jahreshauptversammlung dem Vorstand schriftlich vorzulegen.

§ 24. Spenden
Über die Art der Verwendung von Spenden, welche der Gesellschaft ohne ausdrückliche Widmung zufließen, hat der Vorstand in der nächsten Jahreshauptversammlung zu berichten und entsprechende Verwendungsanträge zu stellen. Spender und Spende sind in das Protokoll der Jahreshauptversammlung einzutragen.

§ 25. Vermögen
Das Vermögen der Gesellschaft bleibt ihr unteilbares Eigentum, worauf weder austretende Mitglieder noch Erben verstorbener Mitglieder ein Anrecht haben.
Sollte sich die Gesellschaft auflösen, so hat ihre letzte Versammlung zu beschließen, welchen
wissenschaftlichen Zwecken das Vermögen zu widmen ist.

§ 26. Statutenänderung
Eine Änderung der Statuten kann nur auf Antrag des Vorstandes oder über schriftlich begründetes Verlangen von mindestens einem Drittel der ordentlichen Mitglieder erfolgen. Der Vorschlag ist in der nächsten Jahreshauptversammlung zu erörtern und gilt als angenommen, wenn mindestens zwei Drittel der anwesenden Mitglieder dafür stimmen.

§ 27. Auflösung
Die freiwillige Auflösung der Gesellschaft kann nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden (schriftliche Stimmabgabe ist dabei zulässig). Die beschlussfassende Hauptversammlung hat auch - sofern Vereinsvermögen vorhanden ist - über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen wen dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche wissenschaftliche Zwecke verfolgt.